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Brand Guide vs. Styleguide vs. CI-Manual

Ein Brand Guide dokumentiert die gesamte Identität einer Marke, ein Styleguide regelt einen einzelnen Bereich wie Gestaltung oder Text, und das CI-Manual ist das klassische Corporate-Design-Handbuch. Die Begriffe überschneiden sich stark und werden im Alltag oft gleichbedeutend verwendet.

Brand Guide, Styleguide, CI-Manual und Brand Book sind vier Namen für eng verwandte Dokumente, die festlegen, wie eine Marke auftritt. Ein Brand Guide (oder Brand Guidelines) umfasst die gesamte Identität, von Positionierung und Tonalität bis zu Logo, Farbe und Typografie. Ein Styleguide ist enger gefasst und regelt einen einzelnen Bereich, meist die visuelle Gestaltung oder das Schreiben, während CI-Manual und Corporate-Design-Handbuch die im deutschsprachigen Raum etablierten Begriffe für das Regelwerk einer Corporate Identity sind.

Warum die Begriffe durcheinandergehen

Das Vokabular ist in Schichten entstanden. Die Corporate-Identity-Programme der 1960er- und 1970er-Jahre brachten dicke gedruckte Handbücher hervor, daher „CI-Manual“ und „Corporate-Design-Handbuch“. Verlage nutzten „Styleguide“ schon lange für Rechtschreib- und Formatregeln; Webdesigner übernahmen das Wort später für visuelle Spezifikationen. „Brand Book“ kam mit der Markenstrategie-Beratung und beschreibt ein eher inspirierendes, erzählendes Dokument. „Brand Guide“ wurde zum Oberbegriff, als Identität, Gestaltung und Sprache gemeinsam dokumentiert wurden, zunehmend online.

Die vier Begriffe im Überblick

Begriff Umfang Typischer Inhalt
Brand Guide / Brand Guidelines Gesamte Markenidentität Strategie, Logo, Farben, Typografie, Bildwelt, Tonalität, Anwendungen, Downloads
Styleguide Ein Fachbereich Gestaltungsregeln (UI, Layout, Icons) oder Redaktionsregeln (Schreibweisen, Grammatik, Terminologie)
CI-Manual / Corporate-Design-Handbuch Visuelle Corporate Identity Logo, Farben, Typografie, Geschäftsausstattung, Beschilderung, Fahrzeuge, teils Architektur
Brand Book Markenkern Zweck, Werte, Persönlichkeit, Geschichte, Stimmungsbilder, teils zentrale Gestaltungselemente

Brand Guide

Der Brand Guide ist der umfassendste der vier. Er beantwortet „Wie sieht die Marke aus?“ und „Wie spricht und verhält sich die Marke?“ und enthält die strategische Grundlage, das visuelle System, die verbale Identität, Anwendungsbeispiele und die Dateien, die man zum Arbeiten braucht. Weil er Designer, Texter, Vertrieb und externe Partner gleichzeitig bedient, wird er zunehmend als Website veröffentlicht und bildet häufig den Kern eines Markenportals oder Brand Hubs, oft ergänzt um ein DAM für große Bildbestände.

Styleguide

Ein Styleguide setzt Regeln für eine Art von Ergebnis. Ein visueller Styleguide definiert Farben, Typografie, Abstände, Ikonografie und Komponentenverhalten für ein bestimmtes Medium, meist digitale Produkte; in Code und wiederverwendbaren Komponenten umgesetzt, wird daraus ein Design-System. Ein redaktioneller Styleguide legt Schreibweisen, Grammatik, Zeichensetzung, Terminologie und Tonalität für Texte fest und ist das Werkzeug von Redaktionen, Verlagen und Content-Teams. Beide leiten sich meist aus dem Brand Guide ab und gehen tiefer ins Detail.

CI-Manual und Corporate-Design-Handbuch

„CI“ steht für Corporate Identity, die Summe aus Gestaltung, Kommunikation und Verhalten eines Unternehmens. In der Praxis dokumentiert ein CI-Manual fast immer das Corporate Design: Logo, Farbe, Typografie und deren Anwendung auf Geschäftsausstattung, Beschilderung, Fahrzeuge und Gebäude. Der Begriff ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weiterhin verbreitet, besonders in Industrie und Verwaltung. Inhaltlich sind ein modernes CI-Manual und ein Brand Guide weitgehend identisch; der Unterschied liegt in Wortwahl und Format.

Brand Book

Ein Brand Book konzentriert sich auf das Warum. Es erzählt die Markengeschichte, erklärt Zweck, Werte und Persönlichkeit und nutzt Stimmungsbilder, um das gewünschte Gefühl zu vermitteln. Technische Angaben wie Schutzzonen oder CMYK-Werte fehlen meist. Das macht es nützlich für Onboarding und Führungsabstimmung, weniger für einen Designer, der die richtige Datei braucht.

Welchen Begriff solltest du verwenden?

  • Brand Guide oder Brand Guidelines, wenn das Dokument visuelle und verbale Identität abdeckt und für alle gedacht ist, die mit der Marke arbeiten. International ist das der am besten verstandene Begriff.
  • Styleguide, wenn der Umfang bewusst eng ist, etwa ein UI-Styleguide oder ein redaktioneller Styleguide.
  • CI-Manual oder Corporate-Design-Handbuch, wenn dein Publikum den Begriff erwartet, typischerweise im deutschsprachigen Markt oder in Ausschreibungen.
  • Brand Book für das inspirierende, strategische Begleitstück, nicht für das Regelwerk.

Wie auch immer du es nennst: Das Dokument sollte auffindbar, aktuell und präzise sein.

So löst Branddoq das

Branddoq ist für den umfassenden Fall gebaut: den Brand Guide als Website. Ein modularer Builder stapelt Seiten aus Modulen wie Prinzipien, Farbpalette mit HEX, RGB, CMYK, Pantone und RAL, Typografie mit selbst gehosteten Schriften, Logo-Showcase mit Schutzzone und verbotenen Anwendungen, Do/Don't-Paaren, Galerie und Downloads, sodass Strategie, Gestaltungsregeln und Dateien an einem Ort liegen. Entwurf und veröffentlichte Fassung bleiben getrennt, ein PDF-Export bedient alle, die das klassische Handbuchformat brauchen. Die Demo-Marke VANTIC zeigt ein vollständiges Beispiel, den Sandbox-Builder kannst du ohne Konto testen.


fragen & antworten.

Nicht ganz, auch wenn die Wörter oft vertauscht werden. Ein Brand Book konzentriert sich auf Geschichte, Zweck und Persönlichkeit und soll inspirieren; ein Brand Guide ergänzt die verbindlichen Regeln und technischen Vorgaben.

Ein Design-System ist die technische Fortsetzung eines visuellen Styleguides: programmierte Komponenten, Tokens und Nutzungsdokumentation für digitale Produkte. Der Styleguide beschreibt die Regeln, das Design-System setzt sie um, und beide sollten sich aus dem Brand Guide ableiten.

Die meisten Organisationen brauchen einen Brand Guide. Separate Styleguides lohnen sich, wenn ein Fachbereich viele eigene Detailregeln hat, etwa eine große Redaktion oder eine Produktorganisation mit Design-System. Halte sie verknüpft, damit Farben und Schriften nur einmal definiert werden.

CI steht für Corporate Identity: das Selbstbild eines Unternehmens, ausgedrückt durch Gestaltung, Kommunikation und Verhalten. Ein CI-Manual dokumentiert meist den Corporate-Design-Teil, weshalb „CI-Manual“ und „Corporate-Design-Handbuch“ synonym gebraucht werden.



dein brand guide.

lebendig.

für alle.